Es stimmt: Ein ansprechender Lebenslauf zieht Aufmerksamkeit auf sich. Aber wenn es um das Design geht, gilt: Weniger ist mehr. Eine übertriebene Gestaltung kann dazu führen, dass Ihr Lebenslauf direkt im Papierkorb landet. Bevor der Personalverantwortliche oder Recruiter auch nur ein Wort liest, ist es das Design, das ins Auge fällt. Wenn Sie alle möglichen Designelemente verwenden, bekommt Ihr Lebenslauf möglicherweise keine zweite Chance. Auf der anderen Seite kann ein zu schlichtes Design das gleiche Schicksal bedeuten.
Das Ziel ist ein professioneller, übersichtlicher und auf jedem Gerät leicht lesbarer Lebenslauf. Rund 60 % der Personalverantwortlichen lesen Lebensläufe auf mobilen Geräten. Daher sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Lebenslauf auch auf einem kleinen Bildschirm gut aussieht. Wenn Sie ihn nicht lesen können, können es die anderen auch nicht. Viele Unternehmen nutzen zudem Applicant Tracking Systems (ATS), um Lebensläufe zu filtern. Wenn das System Ihren Lebenslauf nicht verarbeiten kann, gelangt er erst gar nicht zum Personalverantwortlichen.
Hier sind die wichtigsten Prinzipien für ein professionelles Lebenslaufdesign:
1. Effektiver Einsatz von weißem Raum
Lassen Sie genügend weißen Raum, um ein schnelles Überfliegen zu erleichtern. Eine Seite voller Text ermüdet die Augen und ist schwer lesbar. Gerade in den ersten Auswahlphasen ist ein überfüllter Lebenslauf ein sicherer Weg, aussortiert zu werden.
Wählen Sie großzügige Ränder von 2,5 bis 3,8 cm. Verwenden Sie Einzelabstand, lassen Sie jedoch Platz zwischen den Abschnitten und nach Überschriften. Ein guter Richtwert ist eine Leerzeile zwischen Abschnitten und ein Abstand von 1,5 pt zwischen Überschriften und dem dazugehörigen Text.
Weißer Raum beschränkt sich nicht nur auf die Ränder und Abstandsregelungen. Entfernen Sie unnötige Informationen, wie Ihre Straßenadresse oder die Namen von Städten, in denen Sie gearbeitet haben. Kürzen Sie akademische Abschlüsse und verwenden Sie gängige Abkürzungen. Vermeiden Sie jedoch sogenannte „Waisenzeilen“, also einzelne Wörter, die allein in einer Zeile stehen.
2. Bulletpoints statt Absätze
Verwenden Sie nach Möglichkeit Bulletpoints statt Absätze. So kann der Leser die Informationen schneller erfassen. Ganze Sätze sind nicht notwendig. Verwenden Sie Zahlen für Daten und kürzen Sie, wo es geht. Entfernen Sie überflüssige Wörter wie „der“, „das“ oder „dass“.
Vermeiden Sie Textblöcke, die länger als zwei bis drei Zeilen sind. Wenn ein Absatz zu dicht ist, verwenden Sie stattdessen Bulletpoints. Sind Ihre Bulletpoints zu lang, nutzen Sie Unterpunkte. Selbst wenn die Informationen dieselbe Länge haben, wirken sie in Listenform übersichtlicher.
3. Klare und lesbare Schriftarten
Einige Schriftarten sind speziell für die Bildschirmdarstellung optimiert. Wählen Sie eine serifenlose Schriftart wie Verdana oder Arial. Calibri ist ebenfalls eine gute Wahl mit einer sanften Abrundung, die einen freundlicheren Eindruck vermittelt. Halten Sie die Schriftgröße bei 11 oder 12 Punkten – je größer, desto besser für die Lesbarkeit.
Welche Schriftarten sollten Sie vermeiden? Verwenden Sie keine Schreibmaschinenschriftarten wie Courier oder Lucida Console, da sie zu technisch wirken. Script-Schriftarten sind ebenfalls unpassend, selbst für Ihren Namen. Sie sind unprofessionell und schwer lesbar, sowohl für Menschen als auch für Maschinen. Auch Überschriften sollten nicht mit übermäßig fetten oder stilisierten Schriftarten gestaltet werden. Wenn Sie unsicher sind, greifen Sie zu Arial – damit liegen Sie immer richtig.
4. Einfaches Layout
Spalten, Seitenleisten und andere Designelemente wirken nicht besonders kompliziert. Doch auf einem Smartphone lesen sie sich schlecht. Elemente können überlappen, vom Bildschirm verschwinden oder in falscher Reihenfolge erscheinen. Bleiben Sie bei einem einfachen Format mit klaren Abschnitten.
In kreativen Branchen, wie dem Grafikdesign, können Sie mehr Designelemente verwenden. Aber übertreiben Sie es nicht.
5. Kein Foto
Denken Sie zweimal nach, bevor Sie Platz für ein Foto opfern. Oft erscheinen Bilder nicht wie gewünscht und bieten keinen Mehrwert. In den USA, Kanada und Großbritannien könnte Ihr Lebenslauf aufgrund von Antidiskriminierungsgesetzen aussortiert werden. In Ländern wie Frankreich und Spanien hingegen werden Fotos erwartet. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie das Bild weg.
Verzichten Sie ebenfalls auf Firmenlogos. Dies ist nicht nur ethisch fragwürdig, sondern nimmt auch Platz weg und kann die ATS-Systeme verwirren.
6. Hyperlinks verwenden
Wenn Sie eine Website oder ein digitales Portfolio haben, fügen Sie einen Hyperlink ein. Dies erleichtert dem Leser den Zugriff, da er nicht erst eine URL kopieren und einfügen muss.
7. Erwartungen nicht verwirren
Studien zeigen, dass Recruiter durchschnittlich 7,4 Sekunden benötigen, um über einen Kandidaten zu entscheiden. Sie schauen zuerst auf den aktuellen Titel und das Unternehmen und bewegen sich dann die rechte Seite hinunter. Platzieren Sie Ihre Angaben daher an den erwarteten Stellen. Ihr Name und Ihre Kontaktdaten sollten oben stehen. Daten zu Ihrer beruflichen Laufbahn sollten rechtsbündig ausgerichtet sein. Achten Sie darauf, dass Ihre Bulletpoints gleichmäßig eingerückt sind, insbesondere bei einem Lebenslauf mit mehreren Seiten.
Starten Sie mit Ihrem Lebenslaufdesign
Natürlich zählt der Inhalt Ihres Lebenslaufs. Aber selbst wenn Sie die richtigen Fähigkeiten und Erfahrungen haben, aber diese schlecht präsentieren, kommen Sie möglicherweise nicht über die erste Auswahlrunde hinaus. Sie benötigen kein auffälliges Design. Was Sie brauchen, ist ein klarer, professioneller Lebenslauf, der dem Recruiter oder Personalverantwortlichen signalisiert, dass Sie ein ernstzunehmender Kandidat sind. Zudem erleichtert es ihnen, die notwendigen Informationen schnell zu finden, um die entscheidende Frage zu beantworten: Einladung zum Vorstellungsgespräch oder nicht?
Wenn Sie sich unsicher sind, wie Sie beginnen sollen, besuchen Sie CV2Go und durchsuchen Sie unsere Vorlagen, die diese Tipps bereits berücksichtigen. Wir helfen Ihnen, einen intelligenten, ansprechenden Lebenslauf zu erstellen – einen, der Sie ins Rampenlicht rückt.

